Stadtgärtnermeister referierte bei den 39. Landespflegetagen in Veitshöchheim
Sommerblumenansaaten in der Stadt
Ältere Menschen und ihre Gärten, aber auch die Zukunft von Lehre und Forschung an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) waren einige der Trendthemen bei den 39. Veitshöchheimer Landespflegetagen am 24. und 25. Januar 2007 in den Mainfrankensälen. Vor rund 500 Landschaftsgärtnern und -architekten aus ganz Deutschland gab aber auch Stadtgärtnermeister Dieter Felger praktische Tipps für Sommerblumenansaaten in der Stadt. Felger war dazu, von der nicht nur in Fachkreisen sehr renommierten LWG, extra eingeladen worden.
In seinem mit großem Beifall aufgenommenen Diavortrag schilderte Dieter Felger,
dass die Blumenstadt Mössingen bereits seit über 15 Jahren auf ihren öffentlichen
Grünflächen und Straßenrändern jährlich mit großem Erfolg Sommerblumen ansät.
Im Jahre 2001 gewann die Stadt mit diesem besonderen Konzept eine Goldmedaille
beim Bundeswettbewerb der Entente Florale.
Mittlerweile wurden sogar eigene Saatgutmischungen mit dem Titel "Mössinger
Sommer" entwickelt, die nicht nur von der Stadt verwendet werden, sondern
auch bei anderen Kommunen, Firmen oder privaten Gartenfreunden weit über
Deutschland hinaus sehr beliebt sind. Neuerdings experimentiert man bei
der Stadtgärtnerei außerdem mit der Ansaat von Stauden und dauerhaften
Zwiebelblumen.
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Weitere Themen der Fachtagung waren unter anderem die Grünflächenpflege,
alte Obstsorten für junge Gärten, Pflasterdecken, Gartenbeleuchtung,
Erfahrensberichte aus der beruflichen Praxis oder auch die "Neuanlage
und Umgestaltung von in die Jahre gekommenen Gärten".
Denn der Demografische Wandel - bei der Gestaltung öffentlicher Bereiche
längst Anlass für Diskussionen - wird zunehmend auch die Planung von
Hausgärten beeinflussen. So sollte bei der Anlage seniorengerechter
Gärten unter anderem stärker auf Weg- und Torbreiten, niedrige Stufen
oder gar völlige Barrierefreiheit geachtet werden. Pflaster zum Beispiel
sollten eben aber nicht zu glatt sein. Gemüsebeete könnten
zu Hochbeeten umfunktioniert werden, um das Hacken, Jäten und
Ernten auch im Sitzen zu ermöglichen. Seniorengärten sollten stets
Rückzugs- und Wohlfühlgärten sein, mit plätscherndem Wasser,
pflegeleichtem Grün und wenn möglich mehreren den Tageszeiten und
dem Wetter angepassten Sitzmöglichkeiten.
Beim Beitrag "Vorsicht Pflanze - Wenn Grün zum Problem wird" ging es
um die Zunahme fremdländischer Arten in Deutschland, die durch die Verdrängung
heimischer Arten und teilweise auch Gesundheitsgefahren, zunehmend ins
Blickfeld geraten.
Ein anderer Tagungsbeitrag ging zum Beispiel auf die Grünflächenpflege in der
Landschaft ein und wie diese mit dem Artenschutz in Einklang zu
bringen ist.
Die Landespflegetage standen diesmal unter dem Motto "Mehrwert aus Veitshöchheim". Wie der Präsident der LWG Peter Most in seiner Begrüßung betonte, besteht für die Landesanstalt als "staatlicher Dienstleister für die Planungs- und Ausführungspraxis des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaues die Verpflichtung, mit unserer Arbeit unserem Klientel einen Mehrwert zu verschaffen, um selbst am mittlerweile hart umkämpften Forschungs- und Bildungsmarkt bestehen zu können".
Weblinks
- www.lwg.bayern.de, offizielle Website der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Januar 2007



